Im Raum Pilsen gibt es einíge Honals

September 20th, 2014

Honal_JanK_oo1900_Marie_21-4oREs bleibt spannend, weitere Verbindungen zu in Tschechien lebenden Familien Honal zu finden, die im Internet teilweise gut dokumentiert und bebildert sind.  Für den Raum Pilsen sollten dafür die Voraussetzungen gut sein.

Während, über Simon Honal und Johann / Jan Honal aus Kwitschowitz (cz: Kvíčovice),  z. B. der Pilsner Arzt  MUDr. Jan Honal (*1953, Stellvertretender Chefarzt der Chirurgie im Mulačova Krankenhaus) sicher in unsere Verwandtschaft gehört, ist das bei diesem feschen Brautpaar von 1900 etwas verzwickter:  Es ist Jan Křtitel  (= Johann Baptist) Honal  (*1876-07-10,  †1930-04-30 jeweils Pilsen) mit seiner Frau Marie geb. Frundlová.  Sein Vater Josef Honal (*1844-02-20 in Kornatitz 56) ist sicher der Sohn des Postillions  Johann / Jan Honal (Urkunde s. unten) und Enkel eines Josef Honal (*1784-12-25, †1807-11-22) aus Kornatitz 37. Die Tätigkeit im Postdienst  macht wie die beim Militär oder in der Lehrer- / Beamtenlaufbahn eine Verwandtschaft schon wahrscheinlicher. Sie brachten die Honals aus dem Dorf Honositz und vom westböhmischen Kladrau,  wo sie schon in Urkunden um 1630 genannt werden,  in die Stadt Pilsen und deren Umgebung.  Bei Josefs (*1784)  Vater Matthias (Matěj) Honal könnten dann die Spuren Richtung Kladrau führen. Er ist 1816-07-09 in Kornatitz 9 gestorben;  nach der Dana Brno Web  Site bei MyHeritage soll er 1770-05-21 Katharina Poustkova  und zuvor eine Polexina (†1770) geheiratet haben; also ist er wohl etwa um 1730 geboren – aber wo?  Wer sind seine Eltern?

Honal_Josef_1844-02-20_Kornatitz-56_komplett_quer_914

Pilsen ist 2015 europäische Kulturhauptstadt - vielleicht auch eine Chance für die Kultur der Familienforschung?

Hans Honal aus Kladrau † 1945

August 29th, 2014

Honal_Johann_1893-1945_Passbild_913Heinz Heinrich Gotschy aus Kladrau (Kladruby u Stříbra), der auch  Familiendaten auf  myheritage sammelt, hat mir neulich freundlicherweise  dieses Foto von Hans Honal (*1893) überlassen. Bei meinem Besuch in Kladrau 2009 fragte mich ein tschechischer Historiker wegen seines Forschungsprojektes nach so einem Bildchen. Ich war leicht irritiert, denn auch mein Vater (*1909) , der 10 km südöstlich von Kladrau geboren und aufgewachsen ist,  heißt Hans Honal; ein Bid von ihm hätte ich 2009 schon gehabt.

Wer forscht warum nach Hans Honal (*1893-06-06, in Kladrau, oo mit Luise Anna Gotschy *1894-04-01 in Kladrau, gemeinsamer Sohn Edgar Honal  *1924-02-14 in Prag, Tochter Anneliese ) ?

Kladrau_Stadtfest_Tag_813 Die Lösung steht in der Kladrauer Ortsgeschichte: Hans Honal hat als amtierender Bürgermeister von Kladrau 1945 beim Anrücken der Amerikanern rechtzeitig die Straßensperren beseitigen lassen und so das Städtchen vor größerem Schaden bewahrt; er übergab den Ort dem amerikanischem Kommando:  “Německý starosta Hans Honal předal obec americkému veliteli.”

Diese Rettungsaktion hat allerdings nicht verhindert, dass er 1945-07-19 im  tschechischen Lager Miröschau bei Rokytzan (Mirošov u Rokycan)   zu Tode kam.  Leider gab es kein  Gerichtsverfahren, dass sein Verhalten den Mitmenschen gegenüber  vor und unter dem Nazi-Protektorat in Böhmen gerecht beurteilt hätte.  Seine Frau kam, auch ohne Gerichtsverfahren,  am 1945-10-30 in einem Arbeitslager um.  Einen Grabstein für Hans Honal gibt es nicht, denn im Schloss Miröschau (Internierungslager) wurden die Opfer in “einem Massengrab im Schlosspark verscharrt”.  Quelle: Wikipedia  [2014-08-28] und Totenliste. Hier ist wirklich noch historische Aufarbeitung  nötig.

Honal-Cousin bei Prag

Juli 29th, 2014

 

Honal_Prokop_1802-1882-Mrz-6_Sterbe-Eintrag_Hradec15_B110-185_Details_414 Zu meiner großen Freude hat Karel Honal (*1947) eine tschechische  Honal-Web-Site bei  myheritage angelegt.

Nach einigen E-Mails (in english) hin und her ist klar, dass Karel Honal als mein Cousin 4. Grades direkt mit uns Honositzer Honals verwandt ist. Unser gemeinsamer Vorfahre ist Prokop Honal, (*1802-03-29  in Honositz,  oo 1826-11-14 in Hradzen mit Margaretha Ryba,  †1882-03-06  in Honositz, dessen Sterbeurkunde habe ich nun über portafontium gefunden, vgl. Bild)

Mehr dazu hier

Aufschlussreiche Kataster-Skizzen von 1840

Februar 13th, 2014

Haus_3Die vorbildlichen Seiten des tschechischen Zentralarchivs für Vermessung, Kartierung und Kataster (kooperierend mit dem  Nationalarchiv in Prag)  zeigen die Namen der Flurbesitzer im sog. Stabilen Kataster

Das Bild zeigt einen Ausschnitt von Silvarleut (cz:  Sylvarov), das 1841 “Silberleuth” hieß.

Noch sind nicht alle Gebiete erschlossen, seit April 2014 ist aber auch der für Honal wichtige Ort Honositz , cz: Honezovice dabei.  Mehr zum Kataster  und zu Ergebnissen für unsere Stammfamilien Honal,  Panek, Patzak, Stahl und Turnwald per Klick hier.

 

Gut erhaltener Grabstein von 1928 in Kladrau

August 20th, 2013

Honal_Marie_1884Auf dem St. Peter – Friedhof in Kladrau (Kladruby u Stříbra) sind nur noch sehr wenige deutsche Gräber aus der Zeit vor 1945 erhalten. Bei diesem hier haben wir bei einem Besuch.2009 aktuell sogar Blumenschmuck vorgefunden; im August 2013 war es leider zugewuchert.
Die Verstorbene Maria Honal ist die Tochter von Josef Ruschek und Anna Mandelkoch. Sie heiratete am 10. Feb. 1914 den Fleischhauer und Wirt Anton Honal  (*8.April 1885) aus Kladrau Nr, 80, ältester Sohn des Josef Honal (*9.April 1861, Gasthofbesitzer) und der Rosalia Wierth. Anton war damit Urenkel des Bäckermeisters Johann Honal (*1793, Kladrau Nr,  80)  Dessen Großvater Georg Honal (*1724)  war auch Bäckermeister wie Matthes Honal (ca. 1600 in Kladrau) und ist vermutlich auch der Urahn unserer Honal-Sippe aus Honositz.
Die Daten auf dem Grabstein der Maria Honal und die im Kirchenbuch, haben allerdings im Vergleich zwei kleine Abweichungen: Maria wurde wohl Marie gerufen – und so steht es am Grab. Und:die Jahreszahl 1890  könnte auch 1891 lauten ?.

Deutsch-Böhmische Honals 1874 in Mähren

Mai 4th, 2013

Littau_AugeGottes3_zT_513Im Ort Littau (Litovel), einer Stadt  bei Olmütz (Olomouc) im Norden Mährens (Morawa), wurde auch das  Haus  Nr. 784 (č.p. 784) renoviert. In einem 2009 dazu erschienen Artikel, in der von der Stadt herausgegebenen Littauer Zeitung (Litovelské noviny) vom 1 Dez. 2009,  wird auf S. 8  über das seltsame, historische Haus mit dem Auge Gottes im Giebel geschrieben und erwähnt, das es von 1874 bis 1921 von verschiedenen Familien Honals, z. B. den Notaren Johann Honal und Leopold Honal bewohnt wurde.
Honal Johann, Sohn des Thomas Honal aus StiahlauInzwischen habe ich im Troppauer Archiv vermutlich diesen Johann Honal (vgl. Bild rechts) gefunden: Der k.k. Notar war Hauptmann des 34. Landwehr-Bataillons in Littau, Sohn des Thomas Honal, eines Beamten in Stiahlau  (cz: Šťáhlavy) in Böhmen. Nach einer E-Mail-Antwort der Stadt Littau vom 6. Mai 2013  sei  Johann Honal 1834 in  Stichavé – Stichau ? – bei Rokycany – Rokitzan – geboren.   Nach dem,  im Wiener Kriegsarchiv aufbewahrten,  “Grundbuchs”-Eintrag  ist Johann Honal (röm. kath.)  am 7. Mai 1832 in “Strahlau,  Herrschaft Rokitzen, Kreis  Rokitczen”  geboren.  In seiner dort ebenfalls verwahrten “Qualifikationsliste” heißt der Ort dann:  “Stiahlau in Böhmen”.  Tatsächlich findet sich auch im Kirchenbuch der Eintrag beim Ort  Stiahlau,  das 14 km  so von Pilsen liegt.  Das k.k. Militär hat also wohl die deutschsprachigen Honals aus Böhmen auch nach Mähren gebracht? Im o.g. Kirchenbuch steht auch noch, das Johanns Vater Thomas Honal “Amtsdiener in Stiahlau” und der Sohn eines Mathias Honal aus Kornatitz 23 war. Da führen dann die Kirchenbücher zu Kornatitz (czKornatice) weiter, wie  z. B.  dieses  (Bild 116 / 118 aus Spálené Poříčí 07, 1. und 6. Zeile).
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In Littau gehörten dem Johann Honal (*1832)   lt. dem Vermerk “Privatverhältnisse” von 1879 im o.g. Grundbuch  “außer der k.k. Notariatskanzlei die Häuser Nr. 106 und 186; Realitäten finanziell geordnet” .

Urkunde mit “Honal”: 1639 in Kapsch

Januar 14th, 2013

Lage von KapschIm Dezember 2012 hat mich Claudia Weck über eine frühe Urkunde in Kapsch (č:  Skapce) informiert, die zeigt, dass schon vor dem Ende des 30-jährigen Kriegs Honals in Westböhmen sind.  Mehr dazu hier

Kurz nach der Kampenwand: Honals

August 8th, 2011
KampenwandSieben Kilometer östlich der Kampenwand liegt im Achental der Urlaubsort Unterwössen (Kreis Traunstein). Dort, an der kath. Ortskirche St. Martin, findet sich,  nicht  unerwartet,  ein Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege.
Nicht ganz zu erwarten ist aber: Unter der Zeile  “Kriegsopfer der Gemeinde Unterwössen, 1939 – 1945″ stehen dort,  im bayerischen Oberland, auch die  Namen HONAL JOSEF und HONAL WENZEL. Wie meine Nachforschungen ergaben,  sind das zwei Brüder der aus Liste der in Honositz (Westböhmen) geborenen und im Krieg Gefallenen.  Wie kommt das?
In Unterwössen  wohnten nach der Vertreibung aus der deutsch-böhmischen Heimat sowohl die Eltern  Josef Honal (*1881 in Honositz, 1968 hier gestorben) und Katharina (* 1885, † 1961) als auch die überlebenden Geschwister Johann Honal (*1913 in Honositz,  †1989)  und  Barbara Honal (*1914 in Honositz,  † 2005), verehelichte Krippner.
Die Überlebenden begründeten einen großen Zweig der mit uns eng verwandten Honal-Familie im Landkreis Traunstein, denn  Josef Honal (*1881) war ein Bruder meines Großvaters Wenzel Honal (*1875). Wir haben einen gemeinsamen Urgroßvater Wenzel Honal (*1849) und eine gemeinsame Urgroßmutter Maria Stahl (*1854), natürlich alle aus Honositz.
St. Martin Unterwoessen
Denkmal Unterwoessen gesamt
Denkmal Unterwoessen Namen Honal

Honal in Tirol

Mai 26th, 2011

AngerbergA-6320 Angerberg / Tirol ist eine Gemeinde mit ca. 1.700 Einwohnern  im Bezirk Kufstein,  in der Nähe von Wörgl aber auf der linken  Innseite. Obwohl es dort lt.  google-maps eine Straße mit dem Namen “Honal” und einen Honal-Hof gibt, den Peter Perthaler  alias “Honal” bewohnt, gibt es  weder am Ort noch in der zugehörigen Pfarre Angath Erinnerungen an Personen, die den Namen Honal dort  trugen (oder tragen).
Das Rattenberger  Salbuch von 1416, im Jahr 1970 von Hanns Bachmann veröffentlicht in der Reihe “Österreichische Urbare”, kennt im Raum Angerberg  ca. 20 Höfe,  die überwiegend  Güter des Klosters Frauenchiemsee waren. Ob da die Spuren weiterführen?
Zunächst sind die Matriken der Pfarre Angath zu sichten, die auf Mikrofilm im Archiv der Erzdiözese Salzburg zugänglich sind.  Da schau ich mal…

Honal vor 1600 in Lunéville / F ?

April 7th, 2011

LunevilleIn der Kirche Saint-Jacques im damals lothringischem Lunéville (heute Departement Meurthe-Et-Moselle,  Frankreich) heiratete am 8.  Feb. 1594 der Bräutigam Jean Noe die Braut Sebille Honal; ihr Vater hieß Nicolas Honal. Da ich inzwischen die Urkunden auf Mikrofilm gesehen habe, glaube ich, bloße Schreibfehler ausschließen zu können. Auch Nicole Honal  (heiratet am 9 Feb 1621 den Joseph Louis) und Claude Honal (*1625). Tochter von  Bastienne und Jean Honal kommen in diesen Matrikeln vor.
Um  zu klären, ob es im Raum Lunéville heute noch den Namen Honal gibt, habe ich mich an die Stadt Lunéville gewandt.  Die Antwort vom 20. Juli 11 (s. Kommentar 4) bringt mich leider noch nicht weiter.
Meine Umfrage dazu bei den  Genealogie-Listen brachte noch einen Charles Honal aus  Épinal (Vogesen, 50 km südlich von Lunéville), dort  zwischen 1650 und 1675 geboren.
Anlaut HFür das Französische  ist ein Anlaut-H wie bei Honal ein ungewöhnlicher Wortanfang.  Bereits im  16. Jahrhundert ist in dieser Sprache nämlich das H am Wortanfang verstummt.  Das elektronisch erreichbare Telefonbuch Frankreichs (“pages blanches”) enthält am 19. Juli 2011 jedenfalls den,  für französische Ohren ungewöhnlich klingenden,  Namen Honal nicht.
Im Lothringischen dagegen gibt es das Anlaut-H durchaus, denn es liegt,  wie das Lëtzebuergesch aus Luxemburg, den benachbarten deutschen Dialekten nahe.
Es bleiben jedenfalls weitere Rätsel zum Namen Honal.

Da aus Böhmen, schon  im 14. und 15. Jhdt.,  Glasmacher, mit Privilegien angelockt, nach Lothringen wanderten, wäre sogar auch ein Zusammenhang mit meinen deutsch-böhmischen Vorfahren denkbar.

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