Familien Honal

In meinem Freeware – Programm Familienbande  habe ich insgesamt 734 Verwandte (i.w.S.) erfasst und versucht, sie in einen „Familienbaum“ einzufügen.  Darunter sind 151 Personen mit dem Nachnamen Honal und  mit dessen Vorläufernamen Honnal. Weitere Vorfahren im Honal-Turnwald-Stamm heißen in alphabetischer Folge: Leibl, Manlik, Richter, Ryba, Schiller, Stahl, Stengl (auch Stängl) und Wech. Die Schwestern meines Vaters haben durch Heirat die Namen Maißer, Guldan und Schwarz bekommen, so dass, über deren zahlreiche Kinder, auch  solche Nachnamen zur Verwandtschaft gehören.  Meine deutsch-sprechenden böhmischen Honal-Vorfahren lebten seit mehr als 400 Jahren in Westböhmen in der Gegend um Mies / Stříbro (heute im Kreis Tachau / okres Tachov)  z. B. in Kladrau / Kladruby,  in Honositz / Honezovice (heute Kreis Pilsen-Süd / Okres Plzeň-jih) und in  Lochutzen / Lochousice (heute Kreis Pilsen-Nord / Okres Plzeň-sever). Soweit sie im 20. Jh. für „deutsch“  votierten (in Honositz waren das 98% der Einwohner), wurden sie nach dem 2. Weltkrieg ab Mai 1945 aus Tschechien vertrieben.

Anna & Johann Honal vor 1600 in Kostelzen

Grundbuch Kostelzen 1611-1699Der Eintrag „Nr. 9 Grunth Honalowsteg“ (Grund der Honals), Bild 120 ff  im Grundbuch zu Kostelzen (Kostelec u Stříbra), zeigt, dass die Witwe Anna Honal mit ihren Söhnen Johann Honal, Bäcker in Komotau 10, und Matthias Honal, Bäcker in Kladrau 10, an deren Bruder Bartl Honal in Kostelzen den Honal-Grund, früher wohl Markus-Grund genannt, verkaufen. Der Preis für die  1 ½ Hufen (eine Hufe Land sind  ca 20 ha; 1 Hufe konnte eine Bauersfamilie ernähren) war  325 Schock (1 Schock sind 60 Meißnische Groschen oder 2 ½ Goldgulden; Um 1700 besaß so ein Meißnischer G[oldg]ulden  die Kaufkraft, der 2010 etwa 50 Euro entsprächen; die  300.000 m² wären also 2010 etwa 40.600 € wert).   Auch Bartls Schwestern Lucia  und Katharina werden in Raten ausbezahlt.
Anna Honal ist um 1630 gestorben, ihr Ehemann Johann Honal wohl schon vor 1606. Dieses Eheleute Anna u. Johann Honal sind sicher vor 1600, etwa um 1560 geboren, lebten in Kostelzen; sie sind nach meinen Unterlagen die bisher frühesten nachweisbaren deutsch-böhmischen Honals in Böhmen.  Die Kurzformen der Vornamen Bartl, Mathies, Märtl lassen eine Herkunft, der von der Klosterherrschaft oder anderen tschechischen Herren angeworbenen Siedler, aus Oberfranken oder der Oberpfalz  vermuten.
Martin Honal, Bartls ältester Sohn, ist nun für mich eine „Brücke“ mit der Heirat von Maria Pospiesch nach Honositz (Honezovice), wo die meisten mir bekannten Honals (auch ich) ihre Ahnen haben. Er hat dort als Märtl Honal den  Wltschkenhof, den er 1654 seinem Sohn Martin Honal (II) übergibt. Zu seinem Onkel Mathies Honal, dem Bäcker in Kladrau (Kladruby), habe ich bereits einen Grundbucheintrag von 1600 aus der Stadt Kladrau. Auch aus Kladrau kommt ein großer Honal-Zweig, bis zum 1945 ermordeten, damals amtierenden Bürgermeister Hans Honal.  Kostelzen liegt zwischen Kladrau im Norden, das Kloster dort war die Gebietsherrschaft, und Honositz im Süden, insgesamt eine Distanz von 10 km Luftlinie.
Bartl (=Bartholomäus) Honals Frau heißt Katscha (=Katharina oder Katjana?) ihre Kinder sind Martin, Katscha, Stephan, Lorenz, Anna und Margita. Lorenz erbt den Grund und verkauft ihn, da er zu alt ist und schlecht sieht, 1667 an Christopf Berdan.
Der Bäcker Johann Honal, Bartls weiterer Bruder, in Komotau ist mir neu.
Im 20./ 21. Jhdt. gibt es in Kostelzen keine Honals mehr. Verkaufte Lorenz Honal mangels Erben seinen abbezahlten Grund dem Christoph Berdan? Dieser gab dann noch Zahlungen an eine Maria Honal in Kostelzen weiter. Im Indexverzeichnis der Heiraten 1863-1930  gibt es in Kostelzen bei H keine Honals, früher schon: 1817 heiratet  ein Thomas Honal eine Margarete Rapl, 1852 ein Martin Honal eine Magdalena Krippner.

 


Transportlisten
Den genauen Weg des Abtransports z. B. meiner Großeltern Wenzel und  Margarete Honal aus Mies zeigt die Sammlung der sog. „Flüchtlings-Transporte“ des Jahres 1946, die Wilhelm Jun aus Augsburg (seine Version 2009) der VSFF im Jahr  2016  als Verzeichnis-Vertreibungstransporte-1946_V9  (pdf mit 257 S.) überlassen hat. Sie enthält keine Namen der Vertriebenen sondern die Abgangs- und Zielorte,  Grenzankunft, Personenzahl von 1.832 Transporte des Jahres 1946, die aus den heutigen Ländern: Tschechische Republik, Österreich, Ungarn und der Slowakei in die Gebiete der amerikanischen (Bayern – 787.934 Personen, Nord-Württemberg, Nord-Baden, Großhessen) und sowjetischen Besatzungszone (später DDR) geleitet wurden.

Inzwischen habe ich auf Anfrage vom tschechischen Militärarchiv (Vojenský historický archiv) in Prag, bei Nennung der Zug-Daten, freundlich alle Namenslisten des Transports von Mies ab 25. Juli 1946 über Wiesau nach Nordhessen erhalten. Hier links ist die Liste des Wagens Nr. 32, in der von Nr. 9 bis 25 meine engen väterlichen Verwandten, darunter bei Nr. 15 und 16 meine Großeltern Wenzel und Margarete (71 J.) Honal aus dem Dorf Lochutzen (Lochousice), aufgeführt sind. Wie die Liste zeigt, wollten alle nach „Bavaria“, das aber Ende Juli 1946 schon überfüllt war. Auch der neue Zielort Fulda war schon mit Heimatvertriebenen überbesetzt, so dass der schreckliche Transport in Viehwaggons dann verspätet in Borken landete. Im Dorf Dillich bei Borken fanden diese vertriebenen Honals dann endlich Platz.

Bei den Waggons 1 bis 33 wurden folgende „ständige Adressen“ aufgeführt, fast alle aus Westböhmen, meist aus dem alte Kreis Mies (Stříbro), jetzt Region Pilsen-Nord, Pilsen-Süd und Tachau:
Blatnice, Bruhtál, Cban (? Čbán),, Čemíny, Chotěšov, Doubrava, Kam. Ujezd, Kbelany, Klenovice, Košetice, Kotovice, Kozulpy, Krnov, Kuští, Lochousice, Nyřany, Plešsnice, Podmokly, Popovice, Radimovice, Robčice, Skapce, Šlovice, Svojšin, Touškov, Touškov Ves, Týnec, Úherce, Vranov, Všeruby, Vstiš

Bei der Waggons 34 bis 40 wurden deutsche Orte notiert, meist aus Bayern.  Es waren „Reichsdeutsche Flüchtlinge aus der amerikanisch besetzten Zone, welche uns aus dem Sammellager Karlov I – Pilzen übergeben wurden.“:
Aitrang, Ausgburg, Bad Tölz, Bamberg, Bay. Eisenstein, Bernau, Bodenmais, Breitenbrunn, Crailsheim, Eichstätt, Eisenstrass, Erlangen, Esslingen, Frankfurt, Frauenau, Fulda, Fürth, Geirsberg, Giessen, Göppingen, Handtal, Hof, Kamnitz, Kassel, Korbach, Kronberg, Mannheim, Markt Schwaben, München, Nürnberg, Obersteinbach, Prien, Regensburg, Roth, Sannerz, Schachten, Schwäb. Hall, Schwandorf, Sonthofen, Strasskirchen, Stuttgart, Taufkirchen, Ulm, Waldmünchen, Wülfershausen, Würzburg, Zwiesel

 

Frühe Honal-Vorfahren

Die folgenden zwei Bilder zeigen, auch aus Gründen des Datenschutzes,  nur die ältesten 6 Generationen Honal, die so früh geboren sind, dass sie wohl alle nicht mehr am Leben sind. Die fettgedruckten Namen zeigen an, dass es Vorfahren in meiner direkten Linie sind, dazu gehören mütterlicherseits auch Namen wie Patzak und Panek:

Nachfahrenliste_Honal_I_211Nachfahrenliste_Honal_II_211
Unter genealogy.net ist der Stammbaum meines verstorbenen Vaters Johann Honal (*1909 Lochutzen) zu finden. Jüngere Daten habe ich auch, sie stehen aber nicht im Web.

Zu den frühen Vorfahren Johann und Anna Honal  habe ich nun im Kirchenbuch Hradec 01 (Geburten 1706 … 1768) von Hradzen, dem Pfarrdorf von Honositz, diesen Geburtseintrag eines Sohnes Johann Honal * 19. Juni 1737 in Honositz gefunden, der dann vermutlich der Vater des Victorinus und des Thomas Honal ist:

Honal_Johann_1737-06-19_V_Johann_M_Anna_Honositz_Hradec01_B47v170_Detail_n14

Aus der Sicht meiner drei Söhne sind in die Familie Honal Namen dazugekommen wie Sauer und Elter.  Die  Ehefrauen der Söhne bringen die Namen Wobig und Jung,  Riedmeier und Linckh,  sowie  Weibel und Fillies  in die Großfamilie ein.

Im Heimatbuch „Die Gemeinden des Landkreises Mies“ (3., verbesserte Auflage – Dinkelsbühl 2008) finden sich Namen meiner väterlichen Vorfahren Honal und Turnwald sowohl auf S. 69ff (Honositz), auf S. 135 in (Lochutzen) als auch in Gottowitz und Dorf Tuschkau. Die Bezüge zu den Honals und Turnwalds an anderen Orten des Kreises Mies z. B.  Honal in Auherzen (cz: Auherzen), Gibacht (cz: Pozorka) , Kladrau (cz: Kladruby) , Lissowa (cz: Lisov), Mirschowitz, Stich (cz: Vstiš), Strelitz (cz: Střelice), Untersekerschan  (cz: Dolni Sekyřany) und Worhabschen (cz: Vrhaveč)  und des Kreise Bischofteinitz  (z. B. Radelstein, Kwitschowitz, Mogolzen) und Pilsen sind  (mir) nicht alle unklar;  vermutlich gibt es eine Verbindung, da der Name Honal ausreichend selten ist.

Karel Honal aus Mělník
Eine Verbindung über Honositz und Kwitschowitz (im damaligen Kreis Bischofteinitz)  hat sich nun gefunden: Die von  Karel Honal (*1947, † 2016) angelegte und gut gepflegte  Honal-Web-Site  hat mich weitergeführt;  Karel  ist als Cousin 4. Grades direkt mit uns, z. B. den Enkeln des Honal Wenzel  (*1875 in Honositz) verwandt. Unser gemeinsamer Vorfahre ist Prokop Honal, (*1802-03-29 in Honositz,  oo 1826-11-14 in Hradzen mit Margaretha Ryba,  † 1882-03-06  in Honositz), Vater der Katharina Honal, die als Ehefrau des Josef Stahl meine Ururgroßmutter ist. Aus Karels Sicht ist Prokop über Jakob Honal der Großvater von Simon Honal (*1855-01-10 in Honositz, oo 1879-09-02 mit Anna Neubauer, † 1909-04-11 in Honositz).  Simon Honal ist über Karl / Karel Honal I (*1923-11-08 in Kwitschowitz  – č  Kvíčovice ,  † 1996-11-07 in Klattau – č: Klatovy) der Großvater von dem in der Überschrift genannten  Karel Honal II (*1947 in Mělník ,  40 km  nördlich von Prag).

Dieser o.g. Simon (*1855) hatte mit Anna Neubauer eine Tochter Maria (1892-12-22), die 1913 den Tschechen Petrik heiratete und daher auch nach dem WK II noch in Honositz leben konnte († 1963-12-28 in Honositz 46, dem früheren Petrik-Haus in dem noch früher Honals lebten), Simon und Anna hatten neben dieser Tochter Maria die 4 Söhne  Georg,  Jakob, Wenzel und Simon. Dieser jüngste Sohn mit dem Vornamen des Vaters,  Simon Honal (*1899-02-16, † 1969-08-22) war Schmied und Landwirt in Kwitschowitz , wo er bis 1969, ohne Vertreibung oder Aussiedelung, leben konnte.  Wieso  ist Simon, im Gegensatz zu seinen in Honositz # 29  geborenen Geschwistern, in Kwitschowitz geboren und aufgewachsen? Hat  der Vater (zeitweise?)  dort gelebt, er ist ja in Honositz gestorben?

Honal_Maria_geb-Kramer_1900-12-24_Kopfbild_914Mit seiner Ehefrau Marie geb. Kramer (*1900-12-24. † 1988-12-23, siehe Bild) hatte der zuletzt genannte Simon drei Kinder: die zwei Söhne Karl / Karel I  (s.o.) und Johann / Jan (*1925-06-25, † 1988-09-22 jeweils in Kwitschowitz) und die Tochter Marie (*1927, †2017).

Johann / Jan I  (*1925) ist der Vater des Pilsner Arztes MuDr. Jan Honal, *1953)

Diese drei Kinder und ihre Familien blieben in Tschechien.  Im Gegensatz zum Kirchdorf Holleischen hatte Kwitschowitz immer schon überwiegend tschechische Einwohner. Darum konnten diese Familien aus Kwitschowitz, im Gegensatz z. B. zu uns Honositzer Wenzel-Honal-Nachfahren, in Tschechien bleiben. Karel hat von seiner Tante Maria (*1927 † 2017) erfahren, dass sie Anfang der Zwanziger Jahren wie viele Deutsch-Böhmen, für die das nach der Gründung der Tschechoslowakischen Republik (Československá republika, ČSR)  vorteilhaft war (z. B. Schulbesuch der Kinder),  für „tschechisch“ votierten, damit besser leben und so auch nach dem WK II bleiben konnten.
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Fortsetzung Pilsner Honal

Zum dem Pilsner Brautpaar  Jan Křtitel  (= Johann Baptist) Honal  (*1876-07-10,  †1930-04-30 jeweils Pilsen) mit seiner Frau Marie geb. Frundlová gibt es weitere Informationen:

Der Vater des Bräutigams ist  Josef Honal (*1844-02-20 in Kornatitz 56) , sicher  Sohn des Postillions  Johann / Jan Honal (Urkunde s. unten) und Enkel eines Josef Honal (*1784-12-25, †1807-11-22) aus Kornatitz 37. Die Tätigkeit im Postdienst  macht wie die beim Militär oder in der Lehrer- / Beamtenlaufbahn eine Verwandtschaft schon wahrscheinlicher. Sie brachten die Honals aus dem Dorf Honositz und vom westböhmischen Kladrau,  wo sie schon in Urkunden um 1630 genannt werden,  in die Stadt Pilsen und deren Umgebung.  Bei Josefs (*1784)  Vater Matthias (Matěj) Honal könnten dann die Spuren Richtung Kladrau führen. Er ist 1816-07-09 in Kornatitz 9 gestorben;  nach der Dana Brno Web  Site bei MyHeritage soll er 1770-05-21 Katharina Poustkova  und zuvor eine Polexina (†1770) geheiratet haben; also ist er wohl etwa um 1730 geboren – aber wo?  Wer sind seine Eltern?

Honal_Josef_1844-02-20_Kornatitz-56_komplett_quer_914

Pilsen war 2015 europäische Kulturhauptstadt – vielleicht auch eine Chance für die europäische Kultur der Familienforschung?

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Forsetzung zu Honals in Kladrau

Honal_Johann_1893-1945_Passbild_913Heinz Heinrich Gotschy aus Kladrau (Kladruby u Stříbra), der auch  Familiendaten auf  myheritage sammelt, hat mir neulich freundlicherweise  dieses Foto von Hans Honal (*1893) überlassen. Bei meinem Besuch in Kladrau 2009 fragte mich ein tschechischer Historiker wegen seines Forschungsprojektes nach so einem Bildchen. Ich war leicht irritiert, denn auch mein Vater (*1909) , der 10 km südöstlich von Kladrau geboren und aufgewachsen ist,  heißt Hans Honal; ein Bild von ihm hätte ich 2009 schon gehabt.

Wer forscht warum nach Hans Honal (*1893-06-06, in Kladrau, oo mit Luise Anna Gotschy *1894-04-01 in Kladrau, gemeinsamer Sohn Edgar Honal  *1924-02-14 in Prag,  1949 geborener, noch lebender Enkel in Oberhausen, Tochter  Anneliese *1926 in Kladrau, † 1978 in München ) ?

Kladrau_Stadtfest_Tag_813 Die Lösung steht in der Kladrauer Ortsgeschichte: Hans Honal hat als amtierender Bürgermeister von Kladrau 1945 beim Anrücken der Amerikanern rechtzeitig die Straßensperren beseitigen lassen und so das Städtchen vor größerem Schaden bewahrt; er übergab den Ort dem amerikanischem Kommando:  „Německý starosta Hans Honal předal obec americkému veliteli.“ Das schreibt Jiří Čechura (*1933), Kladrauer Ortshistoriker, ehemals dort Lehrer, 2011 im Kap. 22 seiner Ortschronik (Konec války a první poválečná léta).

Diese Rettungsaktion hat allerdings nicht verhindert, dass Hans Honal 1945-07-19 im  tschechischen Lager Miröschau bei Rokytzan (Mirošov u Rokycan)   zu Tode kam.  Leider gab es kein  Gerichtsverfahren, dass sein Verhalten den Mitmenschen gegenüber  vor und unter dem Nazi-Protektorat in Böhmen gerecht beurteilt hätte.  Seine Frau kam, auch ohne Gerichtsverfahren,  am 1945-10-30 in einem Arbeitslager um.  Einen Grabstein für Hans Honal gibt es nicht, denn im Schloss Miröschau (Internierungslager) wurden die Opfer in „einem Massengrab im Schlosspark verscharrt“.  Quelle: Wikipedia  [2014-08-28] und Totenliste. Hier ist wirklich noch historische Aufarbeitung  nötig.
Wer mehr zur Linie Honal beitragen kann oder wissen will, möge mir bitte ein E-Mail schreiben.

 

Josef Honal, Gastwirt und Bruder von Hans

Mehr Glück als sein o.g. Bruder Hans im Unglück der Vertreibung hatte Josef (Anton) Honal, *8. Apr. 1885 in Kladrau / Kladruby Nr. 80, und seine Familie; sie konnte im oberbayerischen Wasserburg / Inn wieder Fuß fassen. Josef  starb dort „im Alter von 71 Jahren“ am 10. Juni 1956 (s. Sterbezettel). Als gelernter Fleischer heiratete er katholisch am 10. Feb. 1914 Maria, geb. Ruschek, *14. Dez. 1891 in Kladrau, die aber bereits am 19. Apr.1928 in Kladrau verstarb. Sie war die Tochter des Seilermeister und Wirtschaftsbesitzers Josef Ruschek aus Kladrau Nr. 24 und der Anna Mandelkoch aus Kladrau Nr. 58.  Marias  Grab in Kladrau war bis 2009 gut gepflegt, inzwischen wuchert es zu. Da 2016 einige Gräber deutsch-böhmischer Kladrauer in einer Aktion von Georg Pelanek hergerichtet wurden, besteht Hoffnung auf Besserung.

Josef führte als Wirt den „GASTHOF zur LUFT“ (Eigentümer: Stadt Kladrau) und hatte die Kinder Heinrich (*9. Aug.1921 in Kladrau, † ca. 2006 in Wasserburg) und Maria Honal. Josef stand damit in der  Tradition des Vaters Josef Honal (*9. Apr. 1861 in Kladrau, † 23. Mai 1899, oo 27.Apr.1884 Rosalia Wierth, *24.Aug.1858 in Bischofteinitz,  † 11.Okt. 1916 in Kladrau Nr. 80) und des Großvaters Johann Honal (*19.Mai 1824 in Kladrau, oo 17.Sep.1850 Eva Hügl, *19.Juni 1830 in Oschelin,  beide † 1885). Vater Josef und Großvater Johann werden nämlich beide in seiner Geburtsurkunde als Gasthofbesitzer geführt, in anderen Urkunden mit dem zusätzlichen Beruf Fleischhauermeister. Der Urgroßvater hieß auch Johann Honal (*1793 in Kladrau, oo 9. Feb.1813 Magdalena Froidl, 1794 – 1856). Die weiteren  Vorfahren ab dem Ururgoßvater Johann Honal  („Bürger und Bäckermeister“ in der Hochzeitsurkunde des Sohnes, 1813) waren Bäckermeister zurück bis Georg Honal (Bäcker und Bürger in Kladrau 132) und  Matthias Honal, der  1600 in Kladrau mit seiner Frau Brygida (Brigitte) Grund erwarb. Er wird als Bruder des Bartl Honal 1606 bei dessen Grunderwerb in Kostelzen /Kostelec als „Bäcker in Kladrau 10“ genannt.

 

Am 27. Jan. 1931 heiratete der Witwer Josef Honal dann in Oschelin Maria Forster (*18. Okt. 1898 in Damnau Nr. 36), die ihn in Wasserburg überlebte.

Der „GASTHOF zur LUFT“  besteht heute noch als „Hostinec a Penzion u Klášter“ in Husoca 185, 349 61 Kladruby.  Zum „Schlossfest“ am 13. Aug. 2017 habe ich dort gut und preiswert logiert.

Die Brüdern Hans und Josef Honal hatten noch die Schwestern Anna (*1885) und Maria (1888-1889) sowie einen Bruder Anton (1890- 1918).

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