Archive for the ‘Meldungen’ Category

Patzak / Pacák: Europäische Kultur / Evropská kultura 1710 – 1750

Dienstag, November 7th, 2017

Barocke Statuen der Patzaks in der Landschaft bewahren
Barokní sochy patzaků v krajině zachovat
Vortrag (dt. hier vorhanden) / přednáška  (cz. přijde brzy) / speech  (engl. soon)
(Gliederung des Vortrags vom 9. Nov. 2017 hier)

Präsentation / prezentační (dt. & cz.)

Programm (dt.) / program  (cz.) der internationalen Konferenz / Mezinárodní konference  SACRUM2017

Zum geplanten Buch: mehr hier / Plánovaná kniha: více zde

Anna & Johann Honal vor 1600 in Kostelzen

Dienstag, August 29th, 2017

Grundbuch Kostelzen 1611-1699Der Eintrag „Nr. 9 Grunth Honalowsteg“ (Grund der Honals), Bild 120 ff  im Grundbuch zu Kostelzen (Kostelec u Stříbra), zeigt, dass die Witwe Anna Honal mit ihren Söhnen Johann Honal, Matthias Honal, Bäcker in Kladrau 10, an deren Bruder Bartl Honal in Kostelzen den Honal-Grund (bzw.  Markus-Grund) verkaufen. Sein Sohn Martin Honal war beim Kauf, also vor 1627,  schon in Honositz verheiratet, der Märtel am Wltschkenhof (s. hier). Auch Bartls Schwestern Lucia  und Katharina werden in Raten ausbezahlt.  Anna Honal ist um 1630 gestorben, ihr Ehemann Johann Honal wohl schon vor 1606. Dieses Eheleute Anna u. Johann Honal sind sicher vor 1600, etwa um 1560 geboren, lebten in Kostelzen; sie sind nach meinen Unterlagen die bisher frühesten nachweisbaren deutsch-böhmischen Honals in Böhmen.  Mehr dazu hier.

Märtel Honal vor 1627 in Honositz

Samstag, Dezember 17th, 2016

Am  22. Nov. 1654 übergibt Märtel Honal seinem Sohn Martin Honal den  Wltschkenhof in Honositz (Honezovice) Quelle: Grundbuch Bischofteinitz K 405 1615 … 1663 (S. 47, Bild 55 v. 146), Teil Honositz:

Der Hofname Wltschken  dürfte mit dem tschechischen Wort für Schäferhund (äthiopischer Wolfshund = Vlček) zusammenhängen.

Da Märtl die im heutigen Mittel-/Oberfranken gebräuchliche Kurzform für Martin ist, ließe sich über eine Herkunft der Familie des Vaters aus Franken spekulieren. Nach dem Grundbuch zu Kostelzen sind Märtls Eltern Bartl und Katharina Honal, die Großeltern Johann und Anna Honal aus diesem Kostelzen, die schon vor 1580 geboren sein müssen. 1627 wird im dort Grundbuch vermerkt, dass Martin (= Märtl) in Honositz mit Maria. geb. Pospy (?) verheiratet ist.

Die Honositzer Ortsgeschichte mit der Aussage: „Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618- 1648) wurde der verödete Ort durch Deutsche wieder besiedelt.“ muss wohl umgeschrieben werden.

Gisbert Lawitzky forscht in den Grundbüchern und Urbaren der Gegend. Er hat herausgebracht, dass der o. g. Märtl-Sohn Martin diesen Wltschkenhofs in Honositz 1693 an seinen Sohn Thomas Honal übergibt: der zahlt seinen Bruder Jakob aus. Der Sohn des Thomas ist dann ein Simon Honal. Nach dem Kirchenbuch Kladrau 03 1700-1749, S. 96 stirbt dort am 5.Okt.1738 mit 62 J. ein Simon Honal, der Vater des Johann Georg Honal, der am 19.Nov.1748 in Kladrau die Salomena Richterin heiratet.

Hans Honal, Honositz 1736

Dienstag, November 29th, 2016

Im Grundbuch zu Honositz (Honezovice) 1666-1806 (Signatur: K 421, Ursprünglich: Grundbuch XI, Bischofteinitz / Horšovský Týn 62)  findet sich auf S. 146 (digtales Bild 129 v. 205, re. u. ) dieser Eintrag vom 4. Jan. 1736:

hans-honal_grundbuch-honositz_1736-01-04_s146_b129v205

Neue Verwandte: Erbert und Radda

Dienstag, Februar 2nd, 2016

Mit der Einspeisung des Archivs Zamrsk vom 29. Jan. 16 habe ich im Kirchenbuch sign 35-4539 aus Königinhof (Dvůr Králové nad Labem, Kreis Trautenau, Ostböhmen) beim Taufeintrag zu Silwarleut (heute Ortsteil Sylvárov) meines Großvaters Wilhelm Patzak von 1864 († 1946 bei Wittenberg, Sachsen-Anhalt, in Folge unserer Vertreibung vom 6. Aug. 1945) zwei für mich neue Familiennamen meiner Ururgroßmütter entdeckt:
Panek-Eva_Koeniginhof_UrGrM_N-ca-1830_M-bei-Taufe-Wilhelm-1864_sign35-4539-Bild-221-v-383-mi2Radda mit Anna Radda, geb. um 1800, gehört über die Panek-Uroma zu meiner Verwandtschaft.  Radda kommt einmal im Königinhofer Hochzeits-Index 1811-1834 (sign. 35-14) vor: Johann Radda heiratet am 2. Feb. 1812 Theresia. Das können natürlich nicht Annas Eltern sein.  Am 8. Okt. 1787 ist eine Anna Radda (überlebende Zwillingsschwester) in Dobrowitow Region Kuttenberg  (Dobrovítov okres Kutná Hora), das liegt 90 km südlich von Königinhof, geboren – bisher nur ein vager Verdacht.

Heute gibt es in der ČR den Namen Radda + Raddová   33+50 = 83  mal [27. Mai 2016]. Das dichteste Vorkommen ist in Starkenbach in Nordböhmen, wesentlich häufiger sind Rada (2236) und Radová (2338), v.a. in Westböhmen.

Patzak-Josef_Leuten_UrGrV_N-ca-1820_V-bei-Taufe-Wilhelm-1864_sign35-4539-Bild-221-v-383-mi1Erbert mit Magdalena Erbrt(ová),  geb. auch so um 1800, gehört direkt zu meiner Patzak-Verwandtschaft.  Im o.g. Heiratsindex 1811-1834  kommt der Name Erbert viermal vor, das können aber vom Alter her kaum Magdalenas Eltern sein. Weitere Heiratsindices sind leider noch nicht online, wie z. B. sign.  35-8049.

Heute gibt es in der ČR den Namen Erbert+ Erbertová  35+31 = 66  mal mit dem dichtesten Vorkommen in Münchengrätz in Mittelböhmen. 14 mal gibt es auch die Variante Erbrtová und 17 mal Erbrt [2. Feb. 2016] mit einer starken Verbreitung in Ostböhmen. Das spräche für die Übersetzung Erbrt.  Im Kirchenbuch von Königinhof incl. Silwarleut habe ich aber bisher nur als männliche Form Erbert, Erberth sowie Erben und nicht Erbrt gefunden,  daher lasse ich noch offen, ob das im Bild links erkennbare „rozené Erbrtové“ (Nominativ: Erbrtová)  mit dem naheliegenden „geborene Erbrt“ oder mit dem gebräuchlicherem  „geborene Erbert“ zu übersetzen ist. Für deutschsprechende Böhmen geht nämlich Erbert leichter über die Lippen.

Es bleibt also noch viel zu klären und per Hand ohne Index-Hilfe mit den 48 Kirchenbüchern aus der eingangs genannten Zamrsker Inventarliste S. 376 – 386 zu erforschen. Und dann warte ich noch auf die Kirchenbücher von Dubenetz, denn dorthin war Leuten (Žirecká Podstráň), die Heimat meiner Patzak-Urgroßeltern (Kataster  mit Flurbzeichnungen von 1841) und auch Willantitz (Vilantice), Geburtsort (1888) meiner Großmutter Filomena Becvar.

Wer Anna bzw. Magdalena oder andere Personen mit dem Namen Erbrt /Erbert  bzw. Radda im 18. / 19. Jh. in Ostböhmen kennt, möge sich bitte melden bei honal@gmx.de  – Danke im Voraus.

Kladrau 1600: Matthias Honal

Montag, Dezember 15th, 2014

1600-GB-Kladrau_Honal-Matthias_n14_kMein erster Versuch, Ende November 2014 einmal Urkunden mit Bezug zur eigenen Familie auch  außerhalb der Matriken in den Kirchenbüchern aufzustöbern, war im sehr freundlichen  staatlichen Kreisarchiv (8OA) Tachau erfolgreich. Im Grundbuch der Stadt Kladrau bei Mies (č: Kladruby u Stříbra) zeigt ein  Eintrag aus dem Jahr (= Leta) 1600, dass der Bäcker Matthias Honal zusammen mit seiner Frau Brygida (Brigitte) von Matthias Panlik dort Grund erworben hat. Im Zunftbuch  der Stadt Kladrau fanden sich im Archiv auch wieder Bäckermeister mit dem Namen Honal. Diese Bäcker-Linie lässt sich bis zu dem zuletzt  1945 in Kladrau lebenden Honals verfolgen.  Da sie Deutsche waren, wurden sie nach 345 Jahren von (aufgehetzten) tschechischen Kommunisten aus ihrer böhmischen Heimat vertrieben. Wer versteht das heute noch?

Im Raum Pilsen gibt es einíge Honals

Samstag, September 20th, 2014

Honal_JanK_oo1900_Marie_21-4oREs bleibt spannend, weitere Verbindungen zu in Tschechien lebenden Familien Honal zu finden, die im Internet teilweise gut dokumentiert und bebildert sind.  Für den Raum Pilsen sollten dafür die Voraussetzungen gut sein.

Während, über Simon Honal und Johann / Jan Honal aus Kwitschowitz (cz: Kvíčovice),  z. B. der Pilsner Arzt  MUDr. Jan Honal (*1953, Stellvertretender Chefarzt der Chirurgie im Mulačova Krankenhaus) sicher in unsere Verwandtschaft gehört, ist das bei diesem feschen Brautpaar von 1900 etwas verzwickter:  Es ist Jan Křtitel  (= Johann Baptist) Honal  (*1876-07-10,  †1930-04-30 jeweils Pilsen) mit seiner Frau Marie geb. Frundlová.   Mehr dazu hier

Hans Honal aus Kladrau † 1945

Freitag, August 29th, 2014

Honal_Johann_1893-1945_Passbild_913

Nicht nur ich forsche nach Hans Honal (*1893-06-06, in Kladrau, oo mit Luise Anna Gotschy *1894-04-01 in Kladrau, Tochter Anneliese * 20. Feb. 1926 in Kladrau 80,  † 16. Aug. 1978 in München mit dem Ehenamen Gatscha, Sohn Edgar Honal  *1924-02-14 in Prag). Sechs Generationen vor uns haben wir beide den gleichen  direkten Vorfahren Johann Honal, *1750.  Da  Hans Honal 1945 amtierender Bürgermeister von Kladrau war, gibt es ein öffentliches Interesse an seiner Person.  Mehr dazu hier.

 

Honal-Cousin bei Prag

Dienstag, Juli 29th, 2014

 

Honal_Prokop_1802-1882-Mrz-6_Sterbe-Eintrag_Hradec15_B110-185_Details_414 Zu meiner großen Freude hat Karel Honal (*1947) eine tschechische  Honal-Web-Site bei  myheritage angelegt.

Nach einigen E-Mails (in english) hin und her ist klar, dass Karel Honal als mein Cousin 4. Grades direkt mit uns Honositzer Honals verwandt ist. Unser gemeinsamer Vorfahre ist Prokop Honal, (*1802-03-29  in Honositz,  oo 1826-11-14 in Hradzen mit Margaretha Ryba,  †1882-03-06  in Honositz, dessen Sterbeurkunde habe ich nun über portafontium gefunden, vgl. Bild). Er ist 80 J. gestorben.

Mehr dazu hier

Aufschlussreiche Kataster-Skizzen von 1840

Donnerstag, Februar 13th, 2014

Haus_3Die vorbildlichen Seiten des tschechischen Zentralarchivs für Vermessung, Kartierung und Kataster (kooperierend mit dem  Nationalarchiv in Prag)  zeigen die Namen der Flurbesitzer im sog. Stabilen Kataster

Das Bild zeigt einen Ausschnitt von Silvarleut (cz:  Sylvarov), das 1841 „Silberleuth“ hieß.

Noch sind nicht alle Gebiete erschlossen, seit April 2014 ist aber auch der für Honal wichtige Ort Honositz , cz: Honezovice dabei.  Mehr zum Kataster  und zu Ergebnissen für unsere Stammfamilien Honal,  Panek, Patzak, Stahl und Turnwald per Klick hier.